Datenschutzerklärung
Stand: September 2026
1. Verantwortlicher
Influra, Im Völlchen 5, 35510 Butzbach, Deutschland. E-Mail: info@influra.de.
2. Was Influra ist — und welche Daten dabei anfallen
Influra ist ein Werkzeug für Kooperationen zwischen Creatorn und Unternehmen. Creator verwalten darin Anfragen, Deals, Verträge, Rechnungen, Produktionsplanung und Kennzahlen. Unternehmen finden darin Creator, die sich freigeschaltet haben, planen Kampagnen und werten Ergebnisse aus.
Dabei fallen zwei Arten von Daten an: deine eigenen (Konto, Profil, Kennzahlen) und Daten von Dritten, die du einträgst oder importierst — bei Creatorn etwa Ansprechpartner bei Marken und E-Mails, bei Unternehmen etwa Honorare, Notizen und Ergebnisse zu Creatorn. Für die Daten Dritter bist du Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; wir verarbeiten sie in deinem Auftrag (Art. 28 DSGVO). Der Vertrag zur Auftragsverarbeitung gilt mit der Registrierung und steht unter /avv; auf Wunsch stellen wir ihn unterschrieben bereit (info@influra.de). Die Sichtbarkeit von Creatorn für Unternehmen (Abschnitt 3.10) verantworten dagegen wir selbst.
3. Verarbeitungen im Einzelnen
3.1 Konto und Anmeldung
Name, E-Mail-Adresse, Passwort (nur als scrypt-Hash gespeichert), Sitzungs-Token, Zeitpunkt der E-Mail-Bestätigung und der letzten Anmeldung. Rechtsgrundlage: Vertrag (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Fehlversuche beim Login werden mit IP-Adresse und Konto für 15 Minuten gezählt, um Brute-Force-Angriffe zu bremsen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, Sicherheit des Dienstes).
3.2 Profil und Media Kit
Handle, Nische, Bio, Standort, Profilbild, Follower- und Leistungskennzahlen, Zielgruppenverteilung, Referenzen. Diese Daten gibst du selbst ein oder lässt sie aus Screenshots auslesen. Das Media Kit ist unter /kit/[dein-handle] öffentlich abrufbar, solange du es nicht in den Einstellungen deaktivierst. Ob Unternehmen mit Influra-Konto dein Profil in der Creator-Suche sehen, entscheidest du getrennt davon (Abschnitt 3.10). Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b); Veröffentlichung nach deiner Entscheidung.
3.3 Postfach-Anbindung (IMAP/SMTP, Google-OAuth)
Verbindest du ein Postfach, ruft Influra Nachrichten aus deinem Posteingang ab, speichert sie (Absender, Betreff, Text, HTML) und versendet Antworten über dein Konto. Zugangsdaten (App-Passwort bzw. Google-Refresh-Token) werden mit AES-256-GCM verschlüsselt gespeichert und verlassen den Server nicht. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) — die Anbindung ist freiwillig und jederzeit trennbar; beim Trennen werden importierte Mails gelöscht.
Bei Google: Influra nutzt den Zugriff auf Gmail ausschließlich, um Kooperationsanfragen abzurufen und deine Antworten zu versenden. Die Nutzung von Informationen aus Google-APIs erfolgt gemäß der Google API Services User Data Policy einschließlich der Limited-Use-Anforderungen. Wir geben keine Gmail-Daten an Dritte weiter, nutzen sie nicht für Werbung und lassen sie nicht von Menschen lesen, außer mit deiner ausdrücklichen Zustimmung zur Fehlersuche.
3.4 KI-Auswertung (Anthropic)
Dateien, die du zur Auswertung hochlädst, werden an die Anthropic-API übermittelt (Anthropic PBC, USA, bzw. über AWS Bedrock in der EU-Region, je nach Konfiguration): bei Creatorn Screenshots der Insights, Verträge, Briefings und Barter-Belege, bei Unternehmen Screenshots der Beitrags-Statistiken aus Kampagnen. Übermittelt wird nur die jeweilige Datei; die Antwort (erkannte Zahlen, Klauseln, Positionen) wird bei uns gespeichert, die Datei selbst nicht dauerhaft. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b), die Auswertung wird von dir je Datei ausgelöst. Bei Übermittlung in die USA stützen wir uns auf die EU-Standardvertragsklauseln bzw. das EU-US Data Privacy Framework, soweit der Anbieter zertifiziert ist. Anthropic nutzt API-Eingaben nach eigenen Angaben nicht zum Training.
3.5 Rechnungen, Mahnungen, Exporte
Rechnungsdaten (deine Stammdaten, Empfängeranschrift, USt-IdNr, Beträge) werden gespeichert und in PDF/XML-Belege gerendert. Aus steuerrechtlichen Gründen (§ 147 AO, GoBD) bleiben ausgestellte Rechnungen gespeichert und werden nicht gelöscht, sondern storniert. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und rechtliche Verpflichtung (lit. c).
3.6 System-E-Mails (Resend)
Passwort-Reset, E-Mail-Bestätigung, Erinnerungen und die Wochenübersicht (beide in den Einstellungen abschaltbar), Hinweise an Creator auf neue Nachrichten von Unternehmen (abschaltbar), der Hinweis, dass eine Marke über einen Freigabe-Link entschieden hat, bei Unternehmenskonten die Benachrichtigungen über Bewerbungen, Zusagen, Absagen und Antworten, die tägliche Erinnerung und die Wochenübersicht (je Person in den Einstellungen abschaltbar; sie nennen Namen der Creator und Stand der eigenen Kampagnen), sowie Kampagnen-Einladungen, die ein Unternehmen an Creator ohne Influra-Konto schickt (Abschnitt 3.12), versenden wir über Resend (Resend Inc., USA; EU-Standardvertragsklauseln). Übermittelt werden E-Mail-Adresse und Mailinhalt. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b).
3.7 Hosting (Render)
Die Anwendung und die Datenbank laufen bei Render (Render Services Inc., USA) in der Region Frankfurt. Render verarbeitet dabei Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene URL) in Server-Logs. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse an sicherem Betrieb (lit. f); Übermittlung auf Basis der Standardvertragsklauseln.
Hochgeladene Dateien — Bilder, Videos, Screenshots, Belege — liegen in derselben Datenbank. Abgerufen werden sie nur über Influra, nach Prüfung, wer fragt; öffentlich erreichbar ist dort nichts. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b).
3.8 Kalender-Abo
Richtest du den Kalender-Abo-Link ein, ruft deine Kalender-App Termine über eine geheime URL ab. Der Link ist das Passwort — teile ihn nicht; du kannst ihn jederzeit neu erzeugen oder abschalten.
3.9 Unternehmenskonten
Für ein Unternehmenskonto speichern wir den Namen des Unternehmens, Website, Logo, Beschreibung, Branche, Ort und Land sowie die Kontakt-E-Mail, an die Creator antworten, dazu Name und E-Mail der Person, die das Konto nutzt. Außerdem alles, was das Unternehmen anlegt: Kampagnen mit Briefing und Bildern, Einladungen, sein Creator-Verzeichnis, Watchlist mit Notizen, Termine und Ergebnisse. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b). Daten, die das Unternehmen zu Creatorn einträgt, verarbeiten wir als Auftragsverarbeiter des Unternehmens.
Arbeiten mehrere Personen in einem Unternehmenskonto, speichern wir je Person Name, E-Mail-Adresse, Rolle, Beitrittsdatum und Benachrichtigungseinstellungen, für Einladungen die eingeladene Adresse, Rolle, einladende Person und Ablaufdatum (den Link selbst nur als Hash). Die anderen im Team sehen Name, E-Mail-Adresse, Rolle und letzte Anmeldung. Einladungen verschicken wir auf Wunsch per E-Mail über Resend. Rechtsgrundlage: Vertrag mit dem Unternehmen (lit. b) und berechtigtes Interesse an einer sicheren Zusammenarbeit im Team (lit. f).
Für das Prüfsiegel speichern wir den Link zum Impressum, freiwillig die USt-IdNr., den Prüfstand mit Zeitpunkten und gegebenenfalls unseren Hinweis zur Prüfung. Um Massennachrichten zu verhindern, zählen wir, wie viele Nachrichten und Einladungs-Mails ein Unternehmen in den letzten Tagen verschickt hat und wie viele davon unbeantwortet sind. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse am Schutz der Creator vor Spam und Betrug (lit. f).
3.10 Sichtbarkeit für Unternehmen (Creator-Suche)
Als Creator bist du für Unternehmen zunächst unsichtbar. Erst wenn du in den Einstellungen die Sichtbarkeit einschaltest, sehen Unternehmen mit Influra-Konto:
- immer: Name, Handle, Profilbild, Nischen, Standort, Bio, Follower je Plattform, Links zu deinen Kanälen sowie Kooperationen und Case Studies aus deinem Media Kit;
- nur mit eigener Freigabe: Median-Views und Engagement je Format samt Verlauf aus deinen Insights-Ständen, deine Zielgruppe und deine Richtpreise.
Nie sichtbar sind deine E-Mail-Adresse, Anschrift, Rechnungen, Deals, Verträge und dein Posteingang. Rechtsgrundlage ist deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Du kannst sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem du die Sichtbarkeit abschaltest. Ab dann erscheinst du in keiner Suche mehr, Unternehmen können dein Profil nicht mehr öffnen, und in ihren Watchlists bleibt nur ihre eigene Notiz mit deinem Handle stehen. Kampagnen, an denen du teilgenommen hast, behalten beim Unternehmen Name, Handle, Status, Honorar, Termine und Ergebnisse — Profilbild, Reichweite und Kennzahlen nicht.
3.11 Anfragen, Einladungen und Kampagnen
Schreibt ein Unternehmen einem Creator oder lädt es ihn in eine Kampagne ein, landet die Nachricht im Influra-Posteingang des Creators — mit Name und Kontakt-E-Mail der Ansprechperson, damit der Creator antworten kann. Beide Seiten können in Influra antworten; den Verlauf sehen der Creator und das Team des Unternehmens. Das Unternehmen sieht außerdem, ob der Creator eine Nachricht geöffnet hat („zugestellt“ bzw. „gelesen“), und kann Textvorlagen für sein Team speichern. Über neue Nachrichten eines Unternehmens informieren wir den Creator per E-Mail, solange er das in den Einstellungen nicht abschaltet; die Mail enthält den Anfang der Nachricht. Sagt der Creator zu, legt Influra in seinem Konto einen Deal mit den Angaben aus dem Briefing an (Marke, Kontakt, Leistungen, Honorar, Rechte, Zeitraum); das Unternehmen sieht daraufhin in der Kampagne die Stufe dieses Deals und das Posting-Datum. Legt der Creator in seiner Produktion eine Version zur Freigabe an, sieht das Unternehmen den Entwurfs-Link, die Versionen und die Kommentare dazu und entscheidet dort; die Entscheidung steht mit Namen der entscheidenden Person beim Creator. Schickt das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung, speichern wir jede Version mit Text, Bedingungen und sendender Person; bestätigt der Creator, zusätzlich den getippten Namen, den Zeitpunkt, bei Konten die Konto-ID und einen Hash (SHA-256) der IP-Adresse als Nachweis. Beide Seiten können die Vereinbarung ansehen und drucken; beim Creator liegt die bestätigte Fassung unter „Verträge“. Rechtsgrundlage: Vertrag mit dem jeweiligen Nutzer (lit. b) und das berechtigte Interesse beider Seiten, eine angebahnte Kooperation abzuwickeln (lit. f).
Ist ein Beitrag online, meldet der Creator ihn in der Kampagne (mit Konto oder über den persönlichen Link), oder das Unternehmen trägt ihn ein: Format, Link, Datum, bei Stories ein Screenshot, und die Angabe, ob „Werbung“ bzw. „Anzeige“ am Anfang steht und das Partnerschafts-Label der Plattform gesetzt ist. Das Unternehmen prüft die Kennzeichnung und bestätigt sie oder bittet um Nachbesserung; gespeichert werden Entscheidung, Anmerkung, Name der prüfenden Person und Zeitpunkt. Screenshots sehen nur der Creator und das Team des Unternehmens. Die Angaben bleiben bei der Kampagne, bis sie gelöscht wird, als Nachweis der Kennzeichnung. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und das berechtigte Interesse beider Seiten, die Pflicht zur Werbekennzeichnung (§ 5a Abs. 4 UWG, § 22 MStV) nachweisen zu können (lit. f).
Stellt ein Creator seine Rechnung zu einer Kampagne über Influra, sieht das Unternehmen sie, sobald sie versendet ist — als PDF und als E-Rechnung (XRechnung), mit den Angaben, die auf eine Rechnung gehören: Name und Anschrift des Creators, Steuernummer oder USt-IdNr, Bankverbindung, Positionen und Beträge. Entwürfe sieht das Unternehmen nie. Meldet das Unternehmen die Zahlung, speichern wir Datum, Verwendungszweck und den Namen der meldenden Person; die Rechnung gilt dann als bezahlt und der Creator bekommt eine Nachricht. Ändern kann er das jederzeit selbst — es ist seine Buchhaltung. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und die Aufbewahrungspflichten beider Seiten (lit. c).
Für die Zuordnung von Verkäufen erzeugt Influra je Creator einen Rabattcode und einen kurzen Weiterleitungs-Link mit UTM-Parametern. Ruft jemand den Link auf, zählen wir nur einen Klick am Link und leiten weiter — ohne Cookie, ohne Speichern der IP-Adresse, ohne Profilbildung. Verbindet ein Unternehmen seinen Shopify-Shop (eigene App, nur Leserecht), ruft Influra Bestellungen ab und zählt sie je Rabattcode. Gespeichert werden nur Code, Anzahl der Bestellungen und Summe — keine Kundennamen, Anschriften oder Artikel. Das Zugriffstoken liegt verschlüsselt (AES-256-GCM) bei uns und lässt sich jederzeit trennen. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und berechtigtes Interesse an der Erfolgsmessung der eigenen Kampagne (lit. f).
Creator können in der Kampagne Dateien liefern (fertige Videos und Bilder) oder einen Link dazu hinterlegen; das Unternehmen kann selbst welche hochladen. Zu jeder Datei speichern wir Titel, Dateiname, Größe, Zeitpunkt, wer sie geliefert hat, und die Nutzungsrechte daran: erlaubte Nutzung (Repost, Werbeanzeigen, Website, Newsletter, Print), Zeitraum, Gebiet und eine Notiz. Der Vorschlag dafür kommt aus der Vereinbarung oder dem Briefing; das Unternehmen kann ihn anpassen. Sehen können die Dateien nur das Team des Unternehmens und der Creator selbst. Gelöscht werden sie mit dem Asset, der Kampagne oder dem Konto — dann auch im Dateispeicher. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und das berechtigte Interesse, vereinbarte Rechte belegen und einhalten zu können (lit. f).
Verschickt ein Unternehmen ein Produkt, gibt der Creator dafür eine Lieferanschrift an (mit Konto im Formular, sonst über den persönlichen Link; das Formular schlägt die Anschrift aus den eigenen Rechnungsdaten vor). Die Anschrift sehen nur der Creator und die Personen im Team des Unternehmens, die Kampagnen bearbeiten dürfen; Versanddienst und Sendungsnummer trägt das Unternehmen ein. Den Link zur Sendungsverfolgung öffnet der Creator selbst beim Versanddienst — wir übermitteln nichts dorthin. Neunzig Tage nach der Zustellung oder dem Abbruch löschen wir die Anschrift; Produkt, Wert und Daten der Sendung bleiben bei der Kampagne. Bestätigt ein Creator mit Konto die Ankunft, legt Influra den Warenwert in seinem Barter-/Geschenke-Register an, damit er ihn steuerlich erfassen kann. Rechtsgrundlage: Vertrag (lit. b) und das berechtigte Interesse, die Kooperation abzuwickeln (lit. f).
Creator können Unternehmen blockieren und melden. Eine Blockierung speichern wir mit Zeitpunkt; das Unternehmen merkt sie daran, dass es nicht mehr schreiben kann. Eine Meldung mit Grund, Notiz und Bezug zur Nachricht sehen nur wir, um sie zu prüfen — das Unternehmen erfährt nicht, wer gemeldet hat. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse am Schutz vor Missbrauch (lit. f).
3.12 Creator ohne Influra-Konto: Verzeichnis und persönliche Links
Unternehmen können in ihrem Creator-Verzeichnis auch Creator führen, die kein Influra-Konto haben — einzeln eingetragen oder aus einer Tabelle importiert: Name, E-Mail-Adresse, Handles, Reichweite nach eigener Angabe, Nische und Notizen. Für diese Daten ist das Unternehmen verantwortlich, auch für die Information der Creator nach Art. 14 DSGVO; wir verarbeiten sie in seinem Auftrag (Art. 28 DSGVO) und nutzen sie für nichts anderes. Zu jedem Eintrag kann das Unternehmen außerdem eine interne Bewertung der Zusammenarbeit (ein bis fünf Sterne) und Merkmale wie „zuverlässig“ speichern. Diese Einschätzung sieht nur sein eigenes Team; sie erscheint nirgends im Profil des Creators, nicht in der Creator-Suche und nicht in anderen Unternehmenskonten.
Nimmt das Unternehmen einen solchen Creator in eine Kampagne auf, erzeugen wir einen persönlichen Link. Wer ihn öffnet, sieht Briefing, Bilder, Leistungen und Vergütung dieser Kampagne und kann ohne Konto zu- oder absagen und eine Nachricht mitschicken. Antwort, Zeitpunkt und Nachricht speichern wir für das Unternehmen. Um Missbrauch zu bremsen, zählen wir Antworten je Link und je IP-Adresse für 15 Minuten (lit. f). Auf Wunsch des Unternehmens schicken wir den Link per E-Mail — höchstens eine Einladung und eine Erinnerung je Kampagne; Antworten auf diese Mail gehen direkt an das Unternehmen.
Über den Link lassen sich Einladungs-Mails eines Unternehmens oder aller Unternehmen abbestellen. Damit wir die Abmeldung beachten können, speichern wir dafür nur einen nicht umkehrbaren Hash (SHA-256) der E-Mail-Adresse, bei einer Abmeldung von einem Unternehmen zusammen mit diesem. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse, den Widerspruch dauerhaft zu beachten (lit. f, Art. 21 DSGVO). Die Abmeldung bleibt bestehen, bis du uns bittest, sie aufzuheben; die Abmeldung von einem Unternehmen löschen wir mit dessen Konto.
Registriert sich ein Creator über den Link, übernimmt sein neues Konto die Einladung. Ab dann gilt für ihn, was Abschnitt 3.10 und 3.11 beschreiben; die eigenen Notizen des Unternehmens zu ihm bleiben bestehen. Auskunft und Löschung zu den Angaben, die ein Unternehmen über dich eingetragen hat, bekommst du beim Unternehmen oder über uns (info@influra.de) — wir leiten die Anfrage weiter.
3.13 Verbundene Kanäle: bestätigte Zahlen (Instagram, TikTok)
Ein Creator kann sein Instagram- oder TikTok-Konto mit Influra verbinden. Dann holt Influra die Kennzahlen dort selbst ab, statt sie aus Screenshots zu lesen. Die Verbindung entsteht über das Anmeldeverfahren der Plattform (OAuth): Du meldest dich bei Instagram bzw. TikTok an und bestätigst dort den Zugriff. Dein Passwort sehen wir nie.
Abgerufen und gespeichert werden: Kontokennung und Kontoname, Followerzahl, deine Beiträge der letzten Wochen mit Aufrufen, Likes, Kommentaren, Shares und Speicherungen sowie — nur bei Instagram und nur, wenn die Plattform sie herausgibt — die Zusammensetzung deiner Follower nach Land, Alter und Geschlecht in Prozent. Daraus entstehen dieselben Median-Kennzahlen wie aus einem Upload. Einzelne Beiträge speichern wir nicht dauerhaft, nur die daraus errechneten Werte. Wir lesen ausschließlich; Influra kann nichts posten, nichts ändern und keine Nachrichten sehen.
Die Zugangs-Tokens liegen verschlüsselt (AES-256-GCM) bei uns, weil der Abgleich auch dann läuft, wenn niemand eingeloggt ist. Unternehmen sehen nie das Token, sondern nur den Hinweis, dass die Zahlen eines Kanals von der Plattform bestätigt sind, und — im Rahmen deiner Freigaben (Abschnitt 3.10) — die Kennzahlen selbst. Die Verbindung kannst du jederzeit in den Insights trennen: Token und Kontoname werden dann gelöscht, die zuletzt gemessenen Zahlen bleiben in deinem Profil stehen, gelten aber nicht mehr als bestätigt. Gegenüber Instagram und TikTok bist du der Nutzer des jeweiligen Dienstes; für deren eigene Verarbeitung gelten deren Datenschutzhinweise. Rechtsgrundlage: deine Einwilligung in die Verbindung und der Vertrag mit uns (Art. 6 Abs. 1 lit. a und b DSGVO).
3.14 Schnittstelle und Webhooks der Unternehmen
Unternehmen im Plan Pro können Influra an eigene Systeme anbinden. Über einen selbst erzeugten Schlüssel lesen sie dort dieselben Daten, die sie auch in Influra sehen — ihre Kampagnen, ihr eigenes Creator-Verzeichnis und die gemeldeten Beiträge. Fremde Profile, Screenshots und Inhalte anderer Marken gibt die Schnittstelle nicht heraus. Den Schlüssel speichern wir nur als Hash; wir protokollieren dazu, wann er zuletzt benutzt wurde.
Zusätzlich kann ein Unternehmen eine eigene Adresse hinterlegen, an die Influra Ereignisse meldet (Zusage, Absage, gemeldeter Beitrag, gelieferte Datei, angekommenes Paket, gestellte oder bezahlte Rechnung). Diese Meldung enthält die Kennungen des Vorgangs und den Namen des betroffenen Creators, ist für den Empfänger signiert und geht ausschließlich an die vom Unternehmen selbst angegebene Adresse. Ab dort verantwortet das Unternehmen die Verarbeitung. Rechtsgrundlage: Vertrag (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) und das berechtigte Interesse des Unternehmens, seine eigenen Vorgänge in seinen Systemen zu führen (lit. f).
3.15 Bezahlung (Stripe)
Bucht ein Unternehmen den kostenpflichtigen Plan, läuft die Zahlung über die Stripe Payments Europe Ltd. (Irland). Den Bezahlvorgang selbst führt Stripe durch — Kartennummern oder Bankdaten sehen wir nie. Wir übermitteln dafür den Namen des Unternehmens, eine E-Mail-Adresse für den Beleg und unsere interne Kennung des Kontos; die Rechnungsanschrift und gegebenenfalls die USt-IdNr. erhebt Stripe direkt bei euch.
Von Stripe zurück bekommen wir nur, was für den Plan nötig ist: Kunden- und Abo-Nummer, den Status der Zahlung und das Datum, bis zu dem bezahlt ist. Diese Angaben speichern wir am Unternehmenskonto, solange es besteht, und darüber hinaus so lange, wie handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen es verlangen. Rechtsgrundlage: Vertrag (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) und die Aufbewahrungspflichten (lit. c). Stripe ist insoweit eigenständig verantwortlich; Näheres steht in den Datenschutzhinweisen von Stripe.
3.16 Mitteilungen auf dem Gerät (Push)
Du kannst Influra erlauben, dir Mitteilungen auf ein Gerät zu schicken — etwa bei einer Anfrage oder Einladung. Beim Anmelden erzeugt dein Browser eine Adresse bei seinem Push-Dienst (Google, Mozilla oder Apple, je nach Browser) und zwei Schlüssel. Genau diese drei Werte speichern wir, dazu eine grobe Gerätebezeichnung wie „Chrome auf Android“, damit du deine Geräte auseinanderhalten kannst.
Der Inhalt jeder Mitteilung ist für dein Gerät verschlüsselt (RFC 8291); der Push-Dienst sieht nur verschlüsselte Bytes und die Adresse. Abmelden geht jederzeit in den Einstellungen — dann löschen wir den Eintrag. Meldet der Push-Dienst, dass es das Abo nicht mehr gibt, löschen wir ihn von selbst. Ohne Anmeldung passiert gar nichts; es ist ein reines Opt-in. Rechtsgrundlage: deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO).
3.17 Betrieb: Fehler und Nutzungszahlen
Damit Influra läuft, zeichnen wir zwei Dinge auf — beide in unserer eigenen Datenbank, ohne Analyse-Dienst und ohne Werkzeug eines Dritten.
Fehler: Geht auf dem Server oder im Browser etwas schief, speichern wir die Fehlermeldung, den technischen Stapelauszug und die Seite, auf der es passiert ist. Gleiche Ursache heißt eine Zeile mit Zähler. Kennungen und Zahlen in der Meldung ersetzen wir vorher durch Platzhalter; Formulareingaben, Namen oder Inhalte landen dort nicht. Erledigte Einträge löschen wir nach 90 Tagen. Rechtsgrundlage: unser berechtigtes Interesse an einem funktionierenden, sicheren Dienst (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
Nutzungszahlen: Wir zählen je Tag, wie oft bestimmte Dinge passiert sind — etwa „14 Deals angelegt“ oder „3 Kampagnen erstellt“. Gespeichert wird ausschließlich Tag, Art des Ereignisses und eine Zahl. Kein Konto, keine Sitzung, keine IP-Adresse, kein Cookie und keine Wiedererkennung; aus diesen Zeilen lässt sich niemand herauslesen. Nach einem Jahr werden sie gelöscht. Rechtsgrundlage: berechtigtes Interesse an der Weiterentwicklung des Dienstes (lit. f).
4. Cookies und lokale Speicherung
Wir setzen ein einziges Cookie: das Sitzungs-Cookie nach dem Login (httpOnly, 30 Tage). Es ist technisch notwendig (§ 25 Abs. 2 TDDDG), daher ohne Einwilligung. Die Hell/Dunkel-Einstellung liegt im localStorage deines Browsers. Es gibt kein Tracking, keine Analyse-Cookies, keine Werbenetzwerke. Wie oft etwas benutzt wird, zählen wir ausschließlich serverseitig und ohne Personenbezug (Abschnitt 3.17).
5. Speicherdauer
Konto- und Profildaten bleiben, solange dein Konto besteht. Importierte E-Mails werden beim Trennen des Postfachs gelöscht. Rechnungsbelege unterliegen der zehnjährigen Aufbewahrung (§ 147 AO) — nach Kontolöschung bewahren wir sie nur, soweit du sie nicht vorher exportiert hast und eine Pflicht uns trifft; im Regelfall exportierst du sie und wir löschen alles. Sitzungen laufen nach 30 Tagen ab, Login-Zähler nach 15 Minuten, Reset-Links nach 60 Minuten. Lieferanschriften für Produktversand löschen wir 90 Tage nach Zustellung oder Abbruch der Sendung.
Löscht der Inhaber eines Unternehmenskontos sein Konto, löschen wir das Unternehmen mit allen Kampagnen, Ergebnissen, dem Creator-Verzeichnis, der Watchlist, den Terminen und offenen Einladungen; persönliche Links funktionieren danach nicht mehr. Gibt es weitere Personen im Team, überträgt er vorher die Inhaberschaft. Löscht ein anderes Teammitglied sein Konto, endet nur sein Zugang. Team-Einladungen gelten 14 Tage; abgelaufene und angenommene löschen wir nach 30 Tagen. Einträge zu Creatorn ohne Konto bleiben sonst, bis das Unternehmen sie löscht. Nachrichten, die bereits im Posteingang eines Creators liegen, und Deals, die aus Zusagen entstanden sind, gehören zum Konto des Creators und bleiben dort. Löscht ein Creator sein Konto, verschwinden auch seine Einträge in den Kampagnen und Watchlists von Unternehmen.
6. Deine Rechte
Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20), Widerspruch (Art. 21) und Widerruf einer Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO). Datenexport und Kontolöschung findest du selbst in den Einstellungen; du kannst uns dafür auch an info@influra.de schreiben. Du hast das Recht, dich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren — zuständig ist die Datenschutzbehörde deines Bundeslandes.
7. Sicherheit
Verschlüsselte Übertragung (TLS), Passwörter als scrypt-Hash, Postfach-Zugangsdaten mit AES-256-GCM verschlüsselt, strikte Mandantentrennung (jede Abfrage ist an dein Konto gebunden; Unternehmen sehen von Creatorn nur, was Abschnitt 3.10 bis 3.12 beschreiben), Sicherheits-Header (CSP, HSTS), Brute-Force-Bremse beim Login.
8. Änderungen
Kommt eine neue Verarbeitung dazu (etwa ein weiterer Kanal wie Instagram-DMs), aktualisieren wir diese Erklärung und weisen beim Login darauf hin.
